Was ist Systemische Therapie?

Systemische Therapie hat ihren Ursprung in der Familientherapie und ist heute ein eigenständiger Ansatz in der Arbeit mit Einzelnen, Paaren, Familien und Gruppen.

Systemische Therapie betrachtet Menschen in ihrem Beziehungsgefüge, dem sozialen System. Dabei werden soziale Systeme als Kommunikationssysteme verstanden. Probleme, Symptome und Krankheiten werden in ihren Wechselwirkungen mit Beziehungen, Denk- und Erlebensmustern gesehen.

In der Analyse wird das Gesamtsystem betrachtet und nach Faktoren gesucht, welche das Problem hervorbringen oder verstärken. Dies wird auf verschiedenen Ebenen reflektiert:

  • die Personen des sozialen Systems
  • ihre subjektiven Deutungen
  • gemeinsame Verhaltensregeln und darauf basierende gemeinsame Deutungen
  • Interaktionsstrukturen
  • die Systemumwelt
  • die bisherige Evolution des sozialen Systems

Der systemische Ansatz ist lösungs- und ressourcenorientiert. Durch hypothetisches Fragen wird die Zukunft gedanklich erfunden. Angeregt wird das Erproben neuer Verhaltensweisen/Kommunikationsmöglichkeiten mittels der Konstruktion neuer Wirklichkeiten.

Methodisches Repertoire:
Zirkuläres Fragen, Umdeutungen, positive Konnotation, Familienbrett, Familienaufstellung, Strukturaufstellungen, Genogramm, Metaphern, Geschichten, Rituale.